Die UN in den Händen der Kriegstreiber

rubikon

Der Autor, Peter Frey, läßt keinen Zweifel daran, dass die Vereinten Nationen unterwandert sind. Das ist kein simpler verschwörungstheoretischer Ansatz, sondern wird von ihm mit zahlreichen Links unterlegt. Am Beispiel der Giftgasangriffe in Chan Scheikun und vorher an anderen Orten zeigt er auf, wie sehr diese Untersuchungen das Mindestmaß an Objektivität vermissen lassen.

Weil es nun einmal schwierig ist, in die betroffenen Gebiete einzureisen, gibt sich die westliche Wertegemeinschaft mit Augenzeugenberichten von Al Nusra (Al Kaida) und anderen kriegsteilnehmenden Rebellen zufrieden. Damit könnte man kein Gericht in irgendeiner Bananenrepublik beeindrucken, wohl aber die französische, englische Regierung und unsere Systempresse.

Das läßt Erinnerungen an die Toten im Gefängnis Sednaya bei Damaskus aufkommen, wo behauptet wurde, dort seien wöchentlich 50 Gefangene über einen Zeitraum von vier Jahren umgebracht und in der Nähe verscharrt worden. Es gibt auf dem Gelände einen großen Friedhof mit frischen Gräbern, darin liegen aber nachprüfbar Gefallene des Krieges um Syrien. Von den etwa 15 000 Opfern, die in dem Gefängnis umgebracht worden sein sollen, hat man nur 36 Namen veröffentlichen können. Eine unabhängige Untersuchung wird nicht einmal gefordert, um vielleicht Beweise zu erbringen und danach etwaige Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Es genügt die Veröffentlichung im Mainstream und der Leser soll sich in Abscheu von Assad und Genossen abwenden.

Oder das Massaker von Hula im Mai 2012, wo fast einhundert Menschen, eigenartigerweise alles Schiiten und Alawiten, angeblich von den Regierungstruppen getötet wurden. Die UN – Untersuchung geschah telefonisch, da es zu schwierig und gefährlich war, vor Ort zu ermitteln. Die befragten Zeugen standen unter der Obhut von Männern mit eindrucksvoll langen Bärten. Man kann deshalb mit Recht ihre Berichte anzweifeln, was allerdings im Westen nicht geschehen ist. Vielmehr hat die Bundesregierung ihre Botschaft in Damaskus nach dieser UN-tersuchung  geschlossen. Ein einziger Lichtblick war der islamwissenschaftlich gebildete Journalist Rainer Hermann (FAZ) , der zwei objektive Artikel über das Massaker von Hula veröffentlicht hat. Seitdem habe ich darüber nichts in deutschen Medien gefunden. Nur der Blog von Ziad Abu Fadel (syrianperspective.com) hat den Namen des Haupttäters veröffentlicht.

Unabhängige Unersuchungen werden nicht gefordert, eigenartigerweise nur von Russland, das eine eigene Resolution im Sicherheitsrat eingebracht hatte, nachdem der westliche Vorstoß nur eine Vorverurteilung zum Ziel hatte und keine weiteren Beweise erhoben werden sollten.

 

 

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