Krematorium update

Also, die Idee, den Syrern die Verbrennung ihrer Opfer vorzuwerfen, hat einige Probleme verursacht. Man hatte seitens amerikanischer Think Tanks nach Massengräbern der Regimeopfer gesucht und zunächst den Friedhof bei dem Gefängnis Sednaya ausgesucht. Dort wurden allerdings Armee – und Regierungsangehörige bestattet, die im Dienst an ihrem Land gestorben waren. Der Ausweg aus diesem Dilemma ist dann die Geschichte mit dem Krematorium. Dort konnte man die Opfer einfach verbrennen und eine Nachforschung würde dadurch erschwert. Bei Almasdarsnews habe ich einen interessanten Text gefunden, der schon einen Rückzug von den Vorwürfen darstellt. Das Mitglied des Aussenministeriums, Stuart Jones, wird mit dem Chef, Herrn Tillerson jetzt Probleme haben:

U.S. Ambassador to Iraq Stuart Jones speaks to the media at Lalish temple in Shikhan, Iraq, in this file photo dated February 24, 2016. REUTERS/Ari Jalal

In dem Bericht über die Entscheidung Stuart Johns, seinen Posten als Spezialist für den Nahen Osten zu verlassen, wird an drei Stellen betont, er sei freiwillig gegangen. Es gibt dort auch keinen Bezug zu seiner Krematoriumsgeschichte. Für den aufmerksamen Zuschauer schon.

(Daily Caller) In a briefing held on Monday, the Department of State admitted that the alleged crematorium in the Syrian prison used to incinerate prisoners could actually just be a warmer part of the building.

(…. nur ein wärmerer Teil des Gebäudes) Das heißt nun, der Schnee, der im April auf einem Nebengebäude im Sednaya-Gefängnis nur kurze Zeit lag, weist nicht zwingend auf ein Krematorium hin.

The State Department stated Monday based on international and local NGO reports that the alleged crematorium used to burn the bodies of hundreds of hanged prisoners at a prison run by the Syrian government of President Bashar al-Assad may not be a crematorium at all.

Earlier, Stuart Jones, acting assistant secretary for Middle Eastern Affairs, said that the prison in Saydnaya was modified in 2013 to support what the agency believes to be a crematorium, which is used to “cover up the extent of mass murders taking place in Saydnaya prison.”

(…. to believe heißt bei mir : glauben, nicht wissen)

Amnesty International alleged in its report from February 2017 that between 5,000-13,000 prisoners have been executed at the site from 2013 to the present.

Neither the State Department, nor the human rights organizations have provided any substantial evidence to these claims so far.

Die Zahl der Erhängten war auch von Jones über Nacht um den Faktor sieben vergrößert worden, da er die 50 wöchentlichen Toten nun für jeden Tag der Woche angegeben hatte.

Inzwischen konnte man lesen (moonofalabama) , dass Herr Jones auf eigenen Wunsch zurückgetreten ist. Seine Geschichte habe sogar den deutschen SPIEGEL nicht überzeugen können. Es gibt doch noch ein Streben nach Wahrheit, sogar im amerikanischen Aussenministerium. Wie schnell ist das Schnee von gestern, hat diese Kampagne diesmal nur zwei Tage überdauert.

Die armen Konsumenten der Systempresse ( bis jetzt eine Ausnahme) werden sich einige Zeit gedulden müssen, bis sie näheres erfahren.

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