Aleppo boy update

Das Bild oben zeigt Aleppo bei Nacht vor und nach der Revolution, es wurde von „Adoptarevolution“ veröffentlicht. Das ist ein mutiges Bekenntnis zur Wirkung des syrischen Frühlings, der inzwischen sechs Winter überdauert hat.

Jetzt fehlt noch eine Nachtaufnahme vom Sommer 2017, nachdem Aleppo gefallen oder befreit ist.

Die westliche Presse hat Probleme damit, eine propagandistische Niederlage einzugestehen. Viele Berichte über den Jungen im Rettungswagen zweifeln die Aussagen der Familie des Omran Daqnesch an, sie seien von den „Rebellen“ genötigt worden, den Jungen fotografieren zu lassen. Bei seiner Rettung nach einem vorgeblichen Luftangriff, bei dem auch der zehnjährige Bruder umgekommen ist, ging es vordergründig um die Beweise für eben diese Luftangriffe und darum, besonders anrührende Bilder von Opfern zu bekommen. Der Vater sagt nun in die Kamera von syrischen und libanesischen Fersehsendern, man habe ihm Geld geboten, um die Darstellung der Opposition zu bekräftigen. Er habe sich geweigert, weil er nicht die Terroristen unterstützen wolle. Dann sei er mit der Familie in den Westteil von Aleppo geflohen, das Haus war ja zerstört. Wenn die Luftangriffe als Ursache ausfallen, bleiben nur Granaten der Regierung oder die Hellfireraketen der Rebellen übrig. Mörser verschießen sprengstoffgefüllte Gaskanister, die eine ähnliche Wirkung haben, wie die im Westen bekannten Fassbomben.

Eine Reihe von amerikanischen Sendern und Zeitschriften behaupten, die Familie sei von der Regierung bedroht und deswegen unglaubwürdig. Lieber vertraut man seinen Aktivisten. Die Journalistin Christine Amanpour von CNN hat die Einladung zu einem Interview vor Ort bislang abgelehnt. Eine Konfrontation mit echten Zeitzeugen möchte sie sich und der westlichen Wertegemeinschaft ersparen.

http://21stcenturywire.com/2017/06/06/update-the-return-of-omran-to-no-fanfare-from-western-media/

om1

Eva Bartlett, den Vertretern der „Freunde Syriens“ und „Adopt a Revolution“ als pro- Assad – Vertreterin bekannt, war auch bei der Familie und hat sehr eindrucksvoll über die Verdrehung von Fakten in Syrien, besonders am Beispiel der Familie Daqnesch, berichtet.

Erst dann, wenn es den ganzen romantisch verklärten Revolutionsanhängern gelingt, sich ein Bild vor Ort zu machen, wird langsam die ganze Breite der Propagandaschau bewußt werden. Hoffe ich. Das Bild eines rücksichtslosen Depoten ist bei vielen Menschen im werteorientierten Westen allerdings so stark gefestigt, dass es schwer sein wird, einmal die Wahrheit über die Zustände in Syrien zu erkennen.

https://sanktionsearchtruth.wordpress.com/blog/

Am 14. Juni könnte man beim WDR einen Bericht über die Familie Daqnesch ansehen. Den Text dazu mit anhaftenden Kommentaren habe ich gelesen. Der Vater sei vom syrischen Geheimdienst zu seiner Aussage gezwungen worden. Die Helfer bei der Fotoszene seien professionell vorgegangen. Nun, das glauben noch etwa ein Fünftel der Kommentatoren. Am einfachsten wäre es, man ginge ebenfalls nach Aleppo und untersuchte den Fall ordentlich. Der AMC sei glaubwürdig, wird allerdings von der Kriegspartei USA finanziert, usw.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s